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Die Neuapostolische Kirche – Körperschaft des öffentlichen Rechts

(Warum ohne Logo?)

 

Die Neuapostolische Kirche ging in England ca. 1833 durch Prophezeiungen hervor, die während der katholischen Gottesdienste erfolgten. Die Prophezeiungen wurden von der Kirchenleitung verboten, es kam zu Abspaltungen in den Gemeinden und zur Gründung apostolischer Missionen, die sich über Hamburg in ganz Deutschland verbreiteten und sich schnell ausbreiteten. Bereits 1863 formte sich in Deutschland die apostolische Kirche, aus der nach einer weiteren Abspaltung die Neuapostolische Kirche hervorging. Aus dieser gründete sich 1955 die Apostolische Gemeinschaft.

Die Anfänge waren sicherlich in einfachen Unterkünften, Wohnungen und Versammlungsorten, doch versteckt haben sich die ersten Kirchenmänner nicht: Sie beschrieben ihre Überzeugung an die Machthaber der damaligen Welt, um Aufmerksamkeit zu erregen und für ihre Sache einzutreten.

Auch wenn die Abspaltung (meines Wissens) aus der katholischen Kirche erfolgte, kann die Neu Apostolische Kirche weder dem Katholizismus noch der Evangelischen Kirche zugeordnet werden.

Die Kirchen sind eher schlicht gehalten, Statuen und anzubetende Heilige gibt es ebenso wenig wie Gitarrenmusik. In musikalischen Beiträgen stehen eher Orgeln und Streichinstrumente, manchmal auch Oboen, selten Trompeten im Vordergrund.

Die Kirchenlehre lehnt sich an die Urkirche an. So leiten Apostel die Kirche. Das höchste Amt bekleidet der “Stammapostel”, bis er jeweils in den Ruhestand tritt und gemeinsam mit den Aposteln seinen Nachfolger bestimmt.

Die “NAK” hat drei Sakramente, 10 Glaubensartikel und beruft sich auf die “10 Gebote”.

Erwartet wird die nahe Wiederkunft Jesu Christi, wobei sich die “Botschaft” des Stammapostels Bischoff (gest. 1960), dass Jesu noch zu seinen Lebzeiten wiederkommen wird, nicht erfüllt hat.

Die 1951 ausgesprochene Botschaft führte zur Spaltung innerhalb der Kirche und zur Gründung der Vereinigung Apostolischer Gemeinden.

In einer Stellungnahme vom Stammapostel Leber 2013 heißt es: „Wer aus der Botschaft für sich den Schluss gezogen hat, die Naherwartung der Wiederkunft Christi in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen, hat klug gehandelt“, wobei er gleichzeitig sein Bedauern ausspricht, dass, ich zitiere: “Glaubensgeschwister unter der Botschaft gelitten haben und sich sogar gezwungen sahen, die Kirche zu verlassen.”

2009 äußerte er in einem Gruß an die Vereinigung Apostolischer Gemeinden, dass auch von der NAK Fehler gemacht worden seien, ich zitiere: „Wir strecken uns aus nach der Versöhnung.“

(Quelle: https://www.nak-west.de/db/6564654/Meldungen/NAKI-veroeffentlicht-Stellungnahme-zur-Botschaft)